In 3 Schritten zur optimalen Kommunikationsstrategie

//In 3 Schritten zur optimalen Kommunikationsstrategie

In 3 Schritten zur optimalen Kommunikationsstrategie

Frei nach dem Motto „Tu Gutes und rede darüber“ ist es vor allem im Bereich der Klimaanpassung wichtig nicht nur zu machen, sondern auch darüber zu kommunizieren. Schließlich betreffen der Klimawandel und seine Folgen jeden von uns- und für uns alle ist es auch notwendig, sich an diese anzupassen.

Klimaanpassung ist für Großteile der Bevölkerung ein Fremdwort. Andere sehen ihre eigene Rolle nicht sofort. „Was genau kann ich dafür tun?“ das denken immer noch viel zu viele von uns. Der Klimawandel ist nicht nur ein relevantes, sondern auch sehr polarierendes Thema. Deswegen ist es besonders wichtig eine geeignete Kommunikationsstrategie für Ihr Klimaanpassungskonzept zu finden.

Welche drei Schritte sind dafür nötig?

Schritt 1

Im ersten Schritt wird definiert, was mit der Kommunikation erreicht werden soll.

Die vier wichtigsten Ziele sind hierbei:

– das Erregen von Aufmerksamkeit,

– das Vermitteln von wichtigen Informationen,

– die Sensibilisierung innerhalb der Bevölkerung

– und die Motivierung zum eigenen Handeln.

Den Klimawandel spüren

Der Klimawandel wird in unserem Umfeld täglich bedrohlicher. In Europa starben 2003 Zehntausende Menschen aufgrund einer Hitzewelle. Das Sturmtief Xavier im Oktober 2017 löste ein riesiges Chaos auf Straßen und Gleisen aus und forderte 7 Tote. Starkregen, Überschwemmungen, Orkanböen- all das zeigt: Ja, es gibt den Klimawandel und er betrifft nicht nur die Eisbären im schmelzenden Eis. Aufmerksamkeit erregen durch emotionalisierende Bilder o.Ä. bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie.

Neben der Vermittlung grundlegender Informationen gilt es ebenfalls über Risiken und Gefahren, sowie Veränderungen im Alltag aufzuklären. Welche Handlungsmöglichkeiten haben wir überhaupt und welche Maßnahmen sind für unsere Kommune geplant?

Ein Problem- und Handlungsbewusstsein bei Betroffenen und externen Akteuren zu schaffen gelingt beispielsweise durch Öffentlichkeitskampagnen und Kooperationen mit einzelnen Institutionen. Schulen spielen hierbei eine wichtige Rolle, da die junge Generation, die die längste Zeit mit den Folgen des Klimawandels leben wird, so früh wie möglich mit dem Thema in Kontakt gebracht werden muss.

Treibstoff des Erfolgs

Und zuletzt: Ohne Motivation läuft nichts! Das zählt auch für die Klimaanpassung. Menschen zur Übernahme von Verantwortung zu motivieren und ihnen eine Anleitung zum konkreten Handeln zu schaffen ist der Treibstoff einer erfolgreichen Kommunikationsstrategie. Es hilft dabei nicht immer nur über die Risiken, sondern auch über Chancen zu sprechen, die der Klimawandel und vor allem die Klimaanpassung bringt.

Schritt 2

An welche Personen richten wir uns? Im zweiten Schritt erfolgt die Eingrenzung einer Zielgruppe. Grob gesagt werden alle Bürger einbezogen – sowohl diejenigen, die in der jeweiligen Kommune wohnen, als auch diejenigen, die dort arbeiten.

Für einige Personengruppen ist die Klimaanpassung jedoch besonders dringend. Vor allem Kinder und Jugendliche, sowie ältere Menschen, Kranke und Allergiker müssen verstärkt informiert und sensibilisiert werden. Kinder und Jugendliche sind körperlich besonders anfällig gegenüber hohen Temperaturen und werden die längste Zeit mit den Folgen des Klimawandels leben müssen. Ältere und Kranke weisen vor allem mit Herz-Kreislauferkrankungen die größte Anfälligkeit gegenüber den Auswirkungen auf.

Multiplikatoren, wie Vereine, Kirchengemeinden, Bildungseinrichtungen, aber auch Ärzte und Apotheker werden von der Bevölkerung als Autoritäten wahrgenommen und erweitern die Reichweite des Kommunizierten. Ein Kind wird eher von seinen Eltern und ein Kranker eher von seinem behandelden Arzt zu etwas bewegt.

Auch Investoren, Unternehmen und Gewerbetreibende müssen erreicht werden, um das Vertrauen in den Standort zu stärken. Und die Aktivierung zeigt Erfolg: In Münster engagierten sich 20 Industriebetriebe zur Übernahme von Baumpatenschaften, um die schweren Schäden, die durch einen Sturm verursacht wurden, zu beiseitigen.

Je nach Zielgruppe ändert sich auch das Ziel der Kommunikation. Richten wir uns in diesem Moment an direkt Betroffene, macht es Sinn konkrete Handlunsoptionen aufzuzeigen. Bei weniger Involvierten ist die Schaffung von Akzeptanz und Motivation für das Thema bedeutender.

Schritt 3

Die Kommunikationsinstrumente. Welche eignen sich da besonders gut?

Das Internet wird täglich wichtiger! Eine digitale Informationsplattform muss kontinuierlich gepflegt und mit alltagstauglichen Informationen gefüttert werden- so maximiert sich der Nutzen für die Bevölkerung. Um die Bürger mit einzubeziehen bietet sich zum Beispiel ein Blog mit Kommentar- und Diskussionsmöglichkeiten an.

Nicht alle sind online

Doch vor allem ältere Menschen können häufig nicht durch Onlineangebote erreicht werden. Es ist also auch wichtig, Rundfunk, Printmedien und Presse zu nutzen. Für bereits Interessierte bieten sich Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen an, bei denen durch das vorhandene Vorwissen tiefer in die Materie eingestiegen werden kann. Daneben sollten Schulung- und Sensibilisierungsangebote für Mitarbeiter in der Verwaltung, im Bau oder der Pflege durchgeführt werden.

Kommunikation ist nicht: einer redet und die anderen hören zu. Sie interaktiv zu gestalten kann viel bewirken. Seien es Projekttage in der Schule, Klimatafeln in der Stadt verteilt oder alternative Stadtrundgänge- werden Sie kreativ und vielfältig in der Wahl der passenden Instrumente.

2018-08-10T16:05:28+00:00

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